að riða hesti
Übersetzen ist das eine, ausprobieren, machen, erleben das andere ….
Hauptsächlich für unsere Girlies habe ich Reitferien gebucht. Sie sollten einmal verschiedene Pferde und verschiedene Gangarten kennen lernen und somit auch üben, üben, üben. Gleichgewicht und die wichtigsten Grundkenntnisse besitzen sie schon. Was Pferdeverstand sein sollte und Pferdekenntnisse sind, hören sie ewig und immer von mir.
Wenn schon verschiedene Gangarten, dann:
Isländisch
Die Islandpferde verfügen über 5 Gangarten. Schritt, Trab, Galopp, wie jedes andere Pferd auch; aber dazu können die meisten Isis noch Tölt und Pass; was ist denn das?
Das beschreibe ich ganz am Schluss dieses Beitrages.
Also verbringen wir unsere Herbstferien in Island. Zum 7. Mal Island.
Lýtingstaðir heisst unsere Pferdestation. Im Norden von Island, in der Nähe von Varmahlíð im Skagafjörður.
Hier können wir auch gleich in einem kleinen Cottage verweilen und vier Nächte bleiben. Das heisst vier Tage lang reiten. 🙂
Der Ausblick von unserem Cottage
1. Reittag
Vier Pferde stehen schon bereit. Perla, Dori, Hnota und ein Dunkelbrauner.
Perla – (Isländisch: Perle) Die Perle für den weichen und gemütlichen Ausritt.* Für Cécile.
Dori – (Abkürzung von Halldor) Ein ruhiger aber flotter Brauner. Für Olivia.
Hnota – (Isländisch: Nüsschen) Klein, knuffig, süss und am liebsten vorneweg mit trippelschrittigem Sofatölt.* Für mich. (* die Beschreibungen der Pferde stammen von Lýtingstaðir. Näheres zur Namensgebung und Bedeutungen, siehe auch am Schluss dieses Beitrages).
Wir werden von einer jungen Tour Guide, Karo, begleitet. Sie ist schon 5 Monate hier und kennt alle Pferde und Reitwege.
Wir reiten der Strasse entlang, südwärts – oder in Richtung Hochland, überqueren den Fluss über eine Brücke (Solvanes) und reiten am Bergfuss wieder zurück. Kraxeln einen Schotterhügel hoch, reiten durch steiniges Gelände sogar noch etwas weiter nordwärts (Hamrahlíð), überqueren den dreiarmigen Fluss und reiten der Strasse entlang wieder zurück zum Hof. Zwei Stunden unterwegs.
Der Strasse entlang, heisst in Island: auf einem weichen Schotter-Torf-Weg. Wir nennen diese Wege Töltwege. Und das machen wir auch! Tölten! Immer wieder!
Perla und Dori traben zuerst. Perla hat einen weichen Trab, den Cécile gut sitzen kann. Aber Dori trabt ganz schön flott, und dabei spikt Olivia auf dem Sattel auf und ab. Eine wunderbare Sitzübung und Lektion für den Trab. 😉
Sogar einen kleinen Galopp machen wir schon. Und die Mädchen strahlen!
Die kleine Hnota läuft tatsächlich trippelschrittchenweise. Wie ein Nähmaschienchen läuft sie flott und zackig vorwärts.
Nachmittags nochmals!
Diesmal mit: Menja – (Isländisch: Mähne) Blond und blöd? Nein, nein….: schlau, liebenswert, ausdauernd und bequem.* Für Cécile.
Skíma – (Isländisch: Schimmer) Mit ihren butterweichen Gängen ist sie beliebt bei Gross und Klein, Jung und Alt.* Für Olivia.
Alvar – (Isländisch: Krieger) Gross, jung, ruhig bequemer Tölter. Für mich.
Und für unsere Reitführerin Karo: Prins – (Isländisch: Prinz) Traumpferd …*
Dieses Mal reiten wir vom Hof gleich den Weg den Berg hinauf (Tunguhlíð). Vorbei am Zuchthengst und seinem Kollegen. Vorbei an anderen Reitpferden, welche bereits in der verdienten Winterpause sind.
Oben am Bergkamm reiten wir leicht gegen das Nachbartal (Taigar) und dann entlang dem Bergkamm wieder südwärts – hochlandwärts, mit Blick gegen das weit entfernte, Nýjabæjardalur.
Toll, wie gewaltig trittsicher diese Pferde sind. Wir reiten schmale Trails, welche vom Wasser ausgefressen wurden, durch die Torflandschaft. Auf und ab. Immer weiter bis Tunguháls. Dort lebt ein grosser Autofreak. Dutzende alte, teils defekte Auto stehen auf dem Platz. Hier ist sozusagen die Autowerkstatt dieser Gegend. Dann sind wir schon bald wieder bei der Strasse und können wieder nordwärts Richtung Lýtingstaðir. Im flotten Tölt und anfangs sogar noch etwas Pass!
Heute kommen alle so richtig schön zum Tölten!
2. Reittag
Heute machen wir statt 2 x 2-Stundenritte, einmal einen 3-Stünder.
Cécile mit Perla, Olivia reitet wieder Dori, ich habe Alvar und Karo kommt wieder mit Prins.
Wir reiten zur Strasse, dann aber nordwärts. Recht lang und weit. Immer wieder Tölt! Auch bei den Mädchen klappt es besser mit antölten. Mit ein bisschen ‚gewusst wie‘, beherrschen sie den Tölt nun schon recht gut.
Bei der grossen Brücke bei Hvammkot überqueren wir die Strasse und gehen – wieder auf der Hoftalseite – den Berg hoch (Hellisás). Eind wunderschöne Aussicht erwartet uns hier oben. Heute sieht man den Mælifellshnjúkur (Messberggipfel), sozusagen der Hausberg! Gemäss Karo verspricht dies anscheinend schönes Wetter.
Wir reiten durch einen Lärchenwald! Wald in Island ist eine lichte Baumansammlung. Man kann sich also keinesfalls darin verirren! 😉 Wunderschön, diese Landschaft im herbstlichen Gold.
Auch hier können wir wieder galoppieren!
Bei alten verfallen Torfhäusern machen wir kurz Rast.
Dann reiten wir weiter, wieder nordwärts durch eine wunderschöne, herrliche Hochebene. Dann geht’s wieder hinunter, und wir überqueren bei Hvammskot die Strasse und dann noch den Fluss.
‚Wir sollten bei Starrastaðir die Schafe nicht treiben‘ – nur wie macht man das, wenn sie doch alle von uns weglaufen? Die ersten drei Schafe stecken immer mehr die anderen an, und so wird die davon trabende Schafherde immer grösser. Wir reiten nur Schritt, obwohl man hier wieder tölten könnte …
Endlich haben es die Schafe doch gemerkt, dass sie uns auch ausweichen könnten und nicht immer vor uns her laufen müssen!
Jetzt können wir losdüsen!
Auch das war ein ganz toller schöner Ritt!
Nachmittags machen wir Reitpause. Wir sollten noch das nächste Cottage buchen, und vor allem müssten wir auch mal wissen, wohin uns unsere Reise weiterführt. Hauptsächlich bestimmt das Wetter unseren Weg. Also wo scheint die Sonne am meisten in den nächsten Tagen?
Christian ist schon unterwegs zur anderen Talseite, wo wir gestern waren. Er will auch seinen Traum erfüllen und mal eine Nacht im Zelt verbringen, weitab von Häusern und Strassen.
3. Reittag
Oje oje, die ganze Nacht hatte es geregnet und gewindet. Christian ist irgendwo draussen im Zelt! Hoffentlich geht es ihm gut. Ausgerechnet diese Nacht! Ich mache mir Sorgen. Zuviel kann ich mir ja nicht anmerken lassen, sonst stecke ich die Mädels auch noch mehr mit der Angst an. Kalt ist es auch geworden. Hoffentlich geht es ihm gut!
Und wir, wollen wir wirklich reiten gehen? Es regnet immer noch! Für die Mädels kein Problem. Ich hätte auch verzichten können. 😉
Und da kommt er! Christian kommt zurück! Etwas verfroren, völlig k.o. Die Nacht sei ausser vom Lärm des Windes nicht so schlimm gewesen, aber das zusammenräumen bei starkem Wind, damit nichts fortbläst, das war echt schlimm und unangenehm! Aber er hat es geschafft und ist zum Glück wieder da!
Er habe übrigens noch Evelyn – die Reiterhof-Besitzerin getroffen. Und gesagt, ‚doch, doch, wir werden für einen Ausritt kommen! Auch bei diesem Wetter!‘ Buah! Ok. Mädels, zieht euch warm an! Thermo ist angesagt. Ich habe Verspannungen und Kopfschmerzen. Ist das jetzt wirklich gut, bei diesem Hudelwetter raus?
Cécile bekommt wieder Perla, Olivia wieder Dori, ich Hnota (oje, 😉 das Nähmaschienchen und Kopfschmerzen … ) Und Karo hat Vinur (Freund). Ein Brauner der sehr weich und angenehm ist und gerne ruhig und leicht galoppiert.
Wir reiten also der Strasse entlang südwärts. Meistens auf den Töltwegen. Manchmal müssen wir wegen dem Sumpf von diesem starken Regen die ganze Nacht auf die Strasse ausweichen. Wir reiten recht weit, an Tunguháls vorbei, irgendwann mal nehmen wir einen Abzweiger leicht rechts. Wenn wir hier noch etwa vier Stunden weiter reiten würden, wären wir schon ziemlich im Hochland und es hätte dort eine ganz schöne Hütte. Nun gut, das muss ja nicht gleich heute sein. 😉
Denselben Weg nehmen wir wieder zurück. Die Kinder sind wohl auch etwas verfroren. Sie strengen sich nicht mehr richtig an und lassen sich nur noch tragen. Der Tölt klappt heute nicht wirklich, sie traben vermehrt.
Meine Verspannungen lösen sich etwas. Hnota schüttelt einen da schon durch. Aber die Kopfschmerzen werden nicht besser, im Gegenteil. Nachher, wieder ‚zuhause‘, muss ich erst mal mit einer Tablette liegen gehen. Eine heisse Bouillon von Christian stärkt zusätzlich. Vielen Dank! Heute gibt es keine Bilder.
4. Reittag
Unser letzter Morgen hier in Lýtingstaðir. Noch einmal machen wir eine Reittour. Heute aber nicht mehr alleine.
Wir reiten Vinur (Cécile), Dori (Olivia) und Hnota (ich).
* Diese Beschreibungen der verschiedenen Pferde sind von Lýtingstaðir. www.lythorse.com
Isländische Pferdenamen haben meistens eine Bedeutung. Sie werden erst ein paar Tage nach der Geburt des Fohlens gewählt. Sie sollen zum Tier passen, ihrem Aussehen oder ihrem Charakter entsprechen.
Warum isländisch reiten?
Wie bereits erwähnt verfügen die Islandpferde je nach Veranlagung zwei weitere Gänge. Grundgangarten sind:
- Schritt
- Trab
- Galopp
Gangpferde können zusätzlich noch:
- Tölt
Der Tölt ist ein reiner Viertakt mit acht Phasen, wie der Schritt. Der Unterschied zum Schritt liegt im Tempo. Tölt ist eine gelaufene Gangart und keine schreitende. Dadurch wird die Dreibeinstütze des Schrittes im Tölt zur Einbeinstütze.
Dadurch, dass keine Schwebephase vorhanden ist, ist der Tölt sehr bequem zu sitzen. Es gibt keine groben Erschütterungen für den Reiter, da immer mindestens ein Bein am Boden ist.
Beim reinen Viertakttölt ist lediglich eine leichte Rotationsbewegung im Sattel zu spüren. Dies macht den Tölt auch für Reiter mit Rückenproblemen angenehm. - Pass
Der Pass ist beim Islandpferd nur im Renntempo gefragt. Er muss eine eindeutige Schwebephase aufweisen, d.h. eine Phase in der kein Bein den Boden berührt. Beim Rennpass handelt es sich um einen Viertakt mit acht Phasen, wobei das Pferd nahe an den Zweitakt kommt. Acht Phasen entstehen dadurch, dass die Hinterbeine beim Rennpass ganz kurz vor den Vorderbeinen aufsetzen. Die Beine der lateralen Zweibeinstütze werden also nicht genau gleichzeitig aufgesetzt
(Quelle: http://www.ipvch.ch/index.php/gangarten.html)
Vor allem der Tölt ist ein Traum! Was gibt es schöneres als durch die Gegend zu tölten?
Am Strand zu tölten ….
Bleib dran, schau wieder vorbei, bei mir, meinen Träumen, bei
draumur.blog.
Takk fyrir! Bless bless!
Ein superschönes Reittagebuch – sehr persönlich und tolle Bilder! Sehr emotional – und es passt gut zum Titel: Draumur – ein Traum! Vielen Dank für’s teilen; ich freue mich jetzt schon auf weitere draumur.blog-Artikel.
Vielen Dank. Ja es wird bestimmt noch mehr kommen, die Ideen sprudeln!
Schöne Blog! Ich has mega schöni Rittferie gfunde!
Danke nomal vill vill mal!
<3 <3 <3
I LOVE YOU!!
Danke Olivia
isch gerngscheh! Ich has au gnosse und sehr schön gfunde!
Und ich han eu au ganz fescht gern!
Mega schön! Ich will auch mal ein Isländer!
Sind toll, vielleicht darf ich mitkommen um ihn auszuwählen? Ich bin dann deine Beraterin.
Aber sicher! 😉